FAQ

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Gesunde Ernährung

Profitiere ich auch ohne eine Unverträglichkeit von 2ab-Weizen?

2ab-Backwaren sind ideal für alle Menschen, welche möglichst natürliche, ursprüngliche und sehr leckere Backwaren verzehren möchten. Sie sind für alle Altersgruppen geeignet - vom Kind bis ins hohe Alter. Man muss keine Unverträglichkeit haben um 2ab-Backwaren zu lieben. Für Menschen mit Zöliakie oder Weizenallergie ist 2ab-Weizen allerdings nicht geeignet.

Wie integriert man Backwaren aus 2ab-Weizen in die Ernährung?

Wer eine Lebensmittelunverträglichkeit hat, muss sich mit den Inhaltsstoffen aller Lebensmittel intensiv beschäftigen. Backwaren sind zwar ein wichtiger Grundstein unserer Ernährung, aber eben nur ein Teil. Es reicht also nicht nur Backwaren aus 2ab-Weizen zu verzehren, sondern die gesamte Ernährung muss unter die Lupe genommen und angepasst werden. 

Um herauszufinden, ob man sensibel auf FODMAP reagiert oder gar auf einen anderen Inhaltsstoff (z.B. über eine Ausschlussdiät), sollte man aber grundsätzlich das Gespräch mit einer Ernährungsberatung oder ärztlichen Rat suchen.

Einen guten Überblick vermittelt die Website FODMAP Fakten der Schweizer Ernährungsberaterin Beatrice Schilling.

Was ist eigentlich eine gesunde Ernährung?

Eines ist klar: Es gibt nicht DIE gesunde Ernährung. Früher mögen generelle Empfehlungen eine Orientierung gegeben haben, aber heute wissen wir, dass Ernährungsempfehlungen individuell sein müssen. Was gut für den Einen ist, kann schlecht für den Anderen sein.

Wer einen guten Ratgeber zum Thema gesunde Ernährung sucht, der kurzweilig geschrieben ist und nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daherkommt, der sollte sich vielleicht das wunderbare Buch „Essen Sie nichts, was Ihre Großmutter nicht als Essen erkannt hätte“ des amerikanischen Wissenschaftsautors Michael Pollan zu Gemüte führen.

Das Buch entführt in eine neue Welt der guten LEBENS-mittel und des achtsamen Umganges mit ihnen. Michael Pollan erzählt das alles mit einer großen Leichtigkeit und mit Humor. Und doch sind es wichtige Grundsatzregeln des gesunden Essens. Es macht einfach Spaß, dieses Buch zu lesen.

Und darum geht es uns: Das Leben soll Spaß machen und wir wollen dir mit 2ab etwas unbekümmerte Lebensfreude schenken. Genau das wollen wir mit der verkürzten Aussage '2ab liebt Dich!' zum Ausdruck bringen.

2ab-Weizen

Können auch Kinder 2ab-Backwaren essen?

Selbstverständlich. 2ab-Weizen ist ein natürlicher, ursprünglicher Weizen, der auch Kindern gut schmeckt und sehr gut verträglich ist.

Brot besteht nicht nur aus Weizen. Wie kann ich sicher sein, dass mein Bäcker beim Backen von 2ab-Backwaren als weitere Zutaten nur verträgliche Rohstoffe verwendet?

Jeder Bäcker, der die Bezeichnung 2ab-Weizen für seine Backwaren verwendet verpflichtet sich, dass er nach den 2ab-Qualitätsvorgaben backt. Diese Regeln stellen sicher, dass die inneren Werte des 2ab-Weizens auch für die 2ab-Backwaren gelten. Das 2ab-Qualitätskonzept verbietet beispielsweise die Verwendung folgender Zutaten - in Klammern ist angegeben, aus welchem Grund diese Rohstoffe verboten sind:

  • Brotweizen (D-Genom und FODMAP)
  • Dinkel (D-Genom und FODMAP)
  • Durum (FODMAP)
  • Einkorn (sehr hohe FODMAP-Gehalte)
  • Roggen (extrem hohe FODMAP-Gehalte)
  • Milchprodukte (FODMAP, in diesem Fall Laktose)
  • Gluten (D-Genom)
  • handelsübliche Zusätze (D-Genom und FODMAP)

Für viele Rohstoffe müssen die FODMAP-Werte erst noch gemessen werden. In Abhängigkeit davon und von der Einsatzmenge können dann weitere Rohstoffe zugelassen werden. Zugelassen sind die Getreide Mais, Reis und Hafer sowie spezielle Hefen und Enzyme, welche helfen können, im Teig die FODMAP weiter zu reduzieren.

Kann ich sicher sein, dass 2ab-Backwaren kein D-Gluten enthalten?

Unser Qualitätskonzept schreibt vor, dass Bäcker 2ab-Weizen nicht mit Brotweizen und auch nicht mit Dinkelmehl vermischen dürfen. Ebenso haben wir den Zusatz von Gluten verboten, denn dieses Gluten wird in der Regel aus Brotweizen (mit D-Gluten) gewonnen. Der Zusatz von Gluten würde den Wert und die Funktion der 2ab-Backwaren beeinträchtigen. 2ab-Backwaren enthalten nur das Ur-Gluten und sind frei von D-Gluten.

Das Verbot Gluten einzusetzen, ist ein wesentlicher Vorteil von 2ab-Weizen im Vergleich zu Dinkelbackwaren. Dinkelbackwaren darf Gluten aus Brotweizen in unbegrenzter Höhe zugesetzt werden und trotzdem dürfen sie als „Dinkelbackwaren“ bezeichnet werden.

Wird die 2ab-Weizen Qualität weiter verbessert?

Da der 2ab-Weizen für sich in Anspruch nimmt, der am besten verträgliche Weizen zu sein, dürfen wir in unseren Anstrengungen, die Qualität zu verbessern, nicht stehen bleiben. Andererseits wissen wir, dass wir eine Qualitätsverbesserung nur vornehmen dürfen, wenn wir sicher sein können, dass praktisch alle Verbraucher von der Verbesserung profitieren. Denn wie sagte schon George Bernard Shaw: „Tradition ist eine Laterne. Der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“

Insoweit sind wir mit dem Status-quo nie zufrieden. Wenn es Möglichkeiten für eine Produktverbesserung gibt, werden wir uns selbstverständlich damit auseinandersetzen.

Hat 2ab-Weizen den gleichen Nährwert, wie normaler Weizen?

Ja, der Nährwert des 2ab-Weizens unterscheidet sich nur unwesentlich von normalem Brotweizen oder Dinkel. Allerdings enthält 2ab-Weizen mehr Carotinoide. Carotinoide zählen zu den sekundären Pflanzeninhaltstoffen. Sie werden auch als Provitamin-A bezeichnet, da sie im Körper zu Vitamin A umgewandelt werden können. Der höhere Carotingehalt des 2ab-Weizens wird in den 2ab-Backwaren in Form einer gelblichen Krume sichtbar. Die gelbe Krumenfarbe ist somit auch ein Indikator für die Verwendung von 100 Prozent 2ab-Weizen. Zudem ist 2ab-Weizen eine gute Quelle für das Spurenelement Selen, welches zur Aufrechterhaltung der normalen Funktion des Immunsystems beiträgt.

Schmecken Backwaren aus 2ab-Weizen besser als glutenfreie?

Glutenfreie Backwaren basieren in der Regel auf Mais, Reis und Stärke. Diese Rohstoffe sind für die Backwarenherstellung nicht ideal geeignet. Um mit diesen Rohstoffen trotzdem etwas „Brotähnliches“ zu kreieren, werden in der Regel weitere Zutaten und Lebensmittelzusatzstoffe verwendet. Das haben Backwaren aus 2ab-Weizen nicht nötig - und das schmeckt man!

Backwaren aus 2ab-Weizen basieren auf einem anderen Prinzip: Statt artfremde Getreide, welche höchstens für Fladenbrot geeignet sind, mit Hilfsmitteln backfähig zu machen, setzen wir auf Urgetreide und traditionelle Teigverarbeitungsprinzipien. Wir sprechen uns gegen den Zusatz nicht notwendiger chemischer Zusatzstoffe in Brot aus.

Backwaren aus 2ab-Weizen schmecken lecker und nicht nach Verzicht! Wer keine Zöliakie oder Weizenallergie hat, wird 2ab-Weizen immer den Vorzug geben.

Wie lange dauert es bis ich nach dem Verzehr von Backwaren aus 2ab-Weizen einen Unterschied spüre?

Eines wird man sofort beim ersten Biss spüren: Backwaren aus 2ab-Weizen schmecken unvergleichlich gut. Das liegt zum einen an den natürlichen Werten des 2ab-Weizens. Zum anderen liegt es daran, dass das Mehl des 2ab-Weizens zweimal fermentiert wird: Das erste Mal in der Mühle (mit Hilfe spezieller Hefen) und das zweite Mal beim Bäcker (bei der Teigruhe). Die zweifache Fermentation stellt sicher, dass die Backwaren aus 2ab-Weizen die niedrigsten FODMAP-Gehalte haben. Zudem fördert es die Bildung von Aroma-Vorstufen, welche den unvergleichlich guten Geschmack der 2ab-Backwaren ergeben.

Wenn es um das Rundum-Wohlgefühl geht, so hängt der Effekt davon ab, wie dein Körper auf bestimmte Nährstoffe reagiert. Manche spüren den Unterschied bereits nach wenigen Stunden, andere erst am nächsten Morgen. Natürlich kommt es auch darauf an was man auf's Brot schmiert und welche weiteren Lebensmittel neben dem Brot verzehrt werden. Grundsätzlich empfehlen wir mindestens 2 Wochen Backwaren aus 2ab-Weizen zu verzehren, um den vollen Effekt zu spüren.

Wo kann ich 2ab-Backwaren kaufen?

2ab-Weizenmehl wird an Bäcker in Europa verkauft. 

Wir haben einen Shopfinder auf der Seite integiert, der sukzessive ergänzt wird. Hier werden alle Möglichkeiten anzeigt, wo 2ab-Weizen Backwaren erhältlich sind.

Wo wird 2ab-Weizen angebaut?

2ab-Weizen wird in ausgewählten Regionen Europas angebaut. Ganz entscheidend für die beste Verträglichkeit ist neben der Sortenauswahl auch die Anbau-Region in Verbindung mit der Stabilität des Mikro-Klimas. Denn der FODMAP-Gehalt im Getreide kann je nach Anbaubedingung um über 1 Gramm pro 100 Gramm Mehl schwanken. 

Ist 2ab-Weizen natürlichen Ursprungs?

Ja, 2ab-Weizen ist ganz so, wie Mutter Natur ihn schuf. Er enthält nur die Ur-Gene (AABB), die verantwortlich sind für die Ausbildung des schonenden Ur-Glutens. Daher fehlt ihm das moderne D-Genom, welches für die Ausbildung des unliebsamen D-Glutens verantwortlich ist. Es wird also keine Gentechnik angewendet!

Kann ich 2ab-Weizen Backwaren einfrieren?

Ja, 2ab-Weizen Backwaren lassen sich sehr gut einfrieren. Sie können auch mehrmals im Ofen aufgebacken werden, ohne dass sie "trocken backen".

Wie ist die Erfolgsrate mit dem 2ab-Weizen?

Wir wissen heute, dass Ernährung eine sehr individuelle Angelegenheit ist. Letztlich ist der Stoffwechsel jedes Menschen einzigartig. Die alte Ernährungsregel „One size fits all“ (für alle gelten die gleichen Ernährungsempfehlungen) mag nur noch in Krisenzeiten das letzte Mittel der Wahl sein, aber in der heutigen Zeit reicht das nicht mehr aus. Letztlich entscheidet das individuelle Wohl was gut für einen ist. Und das kann der Einzelne am besten für sich beantworten. Aus Studien wissen wir aber, dass es 70% der Verbraucher mit Reizdarm besser geht, wenn sie auf eine FODMAP-arme Diät umstellen. Die verbliebenen 30% reagieren offenbar sensibel auf andere Inhaltsstoffe.

Was versteht man unter "Urgetreide"?

Die Begrifflichkeit des Urgetreides ist nicht klar definiert. So wird beispielsweise Roggen in den USA als Urgetreide (ancient grain) bezeichnet.

In Europa würde niemand darauf kommen, denn insbesondere in Nordeuropa ist Roggen ein ganz normales Getreide. Dinkel wird ebenfalls als Urgetreide bezeichnet, obwohl europäischer Dinkel erst vor etwa 4.000 Jahren entstanden ist. Brotweizen ist sogar älter als Dinkel, denn er ist vor etwa 9.500 Jahren entstanden. Der Urahn des Emmers, mit dem auch der 2ab-Weizen gehört, ist bereits vor 3,5 Millionen Jahren entstanden – er ist also älter als die Menschheit.

Warum sind 2ab-Weizenprodukte leicht gelblich?

Die Urweizen der Einkorn- und der Emmerreihe zeichnen sich durch einen hohen natürlichen Carotinoid-Gehalt aus, welcher für die charakteristische Gelbfärbung verantwortlich ist.

Warum gibt es noch kein 2ab-Weizenmehl im Supermarkt zu kaufen?

Wir sind ein Mühlenbetrieb, der seit dem ersten Tag seiner Gründung nur gewerbliche Kunden beliefert, allen voran Bäckereien.

Wie ist die amtliche Sortenbezeichnung des 2ab-Weizens?

2ab-Weizen ist der erste Weizen, der von Wissenschaftlern allein unter dem Gesichtspunkt ausgewählt wurde, ob er besser verträglich ist. Im Gegensatz zu der Sortenauswahl beim normalen Weizen stand nicht die Frage nach dem höchsten Ertrag für den Bauern oder nach der leichtesten Verarbeitbarkeit beim Bäcker im Vordergrund, sondern allein der Nutzen für den Verbraucher: Ist er besser verträglich?

Die Sortenbezeichnung des 2ab-Weizens ist „Triticum turgidum forma sanum“. Der Zusatz sanum macht den völlig neuen Ansatz der Sortenauswahl und des Getreideanbaus deutlich der bei 2ab-Weizen praktiziert wird. Das Wort ‘sanus‘ ist lateinisch und bedeutet gesund bzw. vernünftig.

Die Sortenauswahl darf nicht losgelöst von der Anbauregion erfolgen, denn die Anbauregion hat einen großen Einfluss auf die FODMAP-Gehalte des Getreides. Genau dieser Unterschied garantiert am Ende die überlegene Verträglichkeit des 2ab-Weizens. 

Warum verbietet das 2ab-Qualitätssystem den Zusatz von Dinkel?

Vorweg gesagt: Wir finden es gut, dass Dinkel heute wieder verstärkt angebaut wird und damit die Biodiversität auf unserer Erde stärkt. Aber wenn es um die Verträglichkeit geht, gibt es gravierende Unterschiede zum 2ab-Weizen. Dazu muss man wissen, dass Dinkel genauso wie sein Bruder der Brotweizen das moderne D-Genom enthält und damit D-Gluten bildet. Viele denken, dass Dinkel kein Weizen sei, aber das ist falsch. Die genetische Nähe von Brotweizen und Dinkel ist sogar so hoch, dass beide problemlos miteinander gekreuzt werden. Durch eine Vielzahl von Kreuzungsschritten ist das Protein des modernen Dinkels dem Protein des Brotweizens daher sehr ähnlich geworden. Den Dinkel, den Hildegard von Bingen im Mittelalter zum Verzehr empfahl, gibt es heute so nicht mehr.

Wird 2ab-Weizen anders angebaut?

Nein, normaler Weizen und 2ab-Weizen werden grundsätzlich mit vergleichbaren Methoden angebaut und geerntet.

Der Unterschied liegt in der absolut getrennten Erfassung des Getreides bei der Ernte, in der separaten Lagerung und in der Vermahlung in speziellen 2ab-Mühlen.

Unverträglichkeit

Ist 2ab-Weizen für Menschen mit Zöliakie geeignet?

Nein, für Menschen mit Zöliakie ist 2ab-Weizen NICHT geeignet. Diese Menschen müssen sich streng "glutenfrei" ernähren.
Auch Menschen mit einer echten Weizenallergie ist 2ab-Weizen nicht geeignet, denn sie sollten auf den Verzehr von Weizen verzichten.

Was ist der Unterschied zwischen einer FODMAP-Sensitivität und einer Gluten-Intoleranz?

Die FODMAP-Sensitivität ist eine erhöhte Empfindlichkeit gegen "kurzkettige, leicht fermentierbare" Zucker, die sich im Weizen und vielen anderen Lebensmitteln befindenund nicht richtig verdaut werden. Sie führen zu einem Wassereinstrom in den Darm und werden durch die Bakterien im Darm u.a. zu Gasen abgebaut Das ist häufig der Fall bei einem Reizdarm.

Dagegen ist die Gluten-Intoleranz eine Unverträglichkeit des Klebereiweißes (Gluten) im Getreide. Heute weiß man allerdings, dass nicht nur das Gluten verantwortlich ist für die Symptome (und wenn, dann eher das D-Gluten der modernen Getreidesorten), sondern vielmehr andere Bestandteile des Weizens. Man spricht heute deshalb auch von einer Weizensensitivität. Es handelt sich NICHT um eine Zöliakie.

In vielen Fällen rufen die Proteine des Ur-Gluten der Urgetreidesorten (mit dem Genom A und B) weniger Reaktionen hervor als die "modernen" D-Gluten-Proteine.

Da sich die Symptome beidesmal ähneln und eine eindeutige Diagnose nicht immer möglich ist, ist es schwierig festzustellen, welcher Stoff für auftretende Symptome verantwortlich ist. Manchen Verbrauchern geht es nach der Umstellung auf eine glutenfreie Ernährung besser, obwohl sie keine Zöliakie haben. Ein Grund kann sein, dass sie auf D-Gluten oder FODMAP sensibel reagieren. Glutenfreie Backwaren enthalten zufälligerweise auch keine oder kaum FODMAP. Daher wir oft fälschlicherweise vermutet, dass Gluten der Auslöser ist, wenn bei glutenfreier Ernährung die Beschwerden zurückgehen - obwohl es auch die FODMAP sein können.

Hier kann die Umstellung der Ernährung auf Backwaren mit 2ab-Weizen eine schmackhafte Alternative sein. 2ab-Weizen enthält kein D-Gluten und weniger FODMAP.

Welche Gewissheit gibt es, dass man nach dem Verzehr von 2ab-Weizen einen Unterschied spürt?

Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Studien und Veröffentlichungen rund um das Thema FODMAP und um die unterschiedlichen Proteinstrukturen des Weizens. Zahlreiche Verbraucher erleben es am eigenen Körper, dass Backwaren aus 2ab-Weizen verträglicher sind – Tag für Tag.

Welche Symptome ruft eine Intoleranz gegenüber normalem Weizen hervor?

Eine Intoleranz gegenüber Weizen kann unterschiedliche Symptome auslösen. Sie reichen von leichter Übelkeit, Verdauungsproblemen über Kopfschmerzen bis hin zu Hautirritationen.

Ist 2ab-Weizen frei von Laktose?

Laktose - auch Milchzucker genannt - kommt in tierischer Milch vor.

Pflanzen können hingegen keine Laktose bilden. Allerdings werden Milchkomponenten oftmals in Backwaren verwendet um den Geschmack, die Textur oder die Backleistung zu optimieren. Die Qualitätsregeln des 2ab-Weizen Konzeptes verbieten den Zusatz von Laktose (Quellen).

Was ist der Unterschied zwischen einer FODMAP-Intoleranz und einer Weizen(eiweiß)allergie?

Eine Lebensmittelallergie ist das Ergebnis einer überschießenden , krankhaften Immunantwort des Körpers auf bestimmte Eiweiße in der Nahrung. Das auslösende Eiweiß muss deshalb komplett gemieden werden. 

Bei einer Lebensmittelintoleranz, etwa auf Laktose oder andere FODMAP, ist das nicht der Fall. Hier spielt die zugeführte Menge eine Rolle. Die Menge die vertragen wird, ist individuell unterschiedlich. Meist ist eine unzureichende Verarbeitung/Verdauung im Körper Auslöser für die Beschwerden.

Von einer Weizenallergie sind ca. 0,1-0,4% der Menschen betroffen – eine Allergie kann sehr heftige Reaktionen hervorrufen. Wer eine Weizenallergie hat darf keinen Weizen - das heißt auch keinen 2ab-Weizen - verzehren.

Ist 2ab-Weizen für Menschen mit einer Weizenallergie geeignet?

Nein, für Menschen mit einer Weizenallergie ist 2ab-Weizen NICHT geeignet. Sie müssen sich weizenfrei ernähren. 

Für Menschen mit einer Weizensensitivität oder einem Reizdarm dagegen kann 2ab-Weizen eine gut verträgliche (und leckere) Alternative sein.

FODMAP

Gibt es eine Diät, mit der ich den Effekt des verträglichen 2ab-Weizens noch erhöhen kann?

Ja, die gibt es. Die FODMAP-Diät hat sich bei Reizdarmsyndrom als besonders effektiv erwiesen. Immer mehr Ernährungsberaterinnen und Berater helfen bei der Umsetzung der Diät und dem Aufspüren von geeigneten Produkten, die stellvertretend für die wegzulassenden Lebensmittel eingesetzt werden können. Wichtig ist es, dass die Ernährung vielseitig bleibt und alle Lebensmittelgruppen umfasst, damit der Körper möglichst alle Nährstoffe bekommt. Man sollte sich also auf jeden Fall beraten lassen von einer Ernährungsberatung oder einem Arzt.

Wie kann man den FODMAP-Gehalt in Lebensmitteln bestimmen?

Zu den FODMAP zählt eine große Gruppe von kurzkettigen Zuckern, welche analytisch nur sehr aufwendig zu messen sind. Nur wenige Speziallabore, wie z.B. das Labor der Monash-Universität in Australien, haben die Erfahrung um FODMAP-Gehalte in unterschiedlichen Lebensmittelmatritzen sicher zu analysieren.

Wenn ich mich FODMAP-arm ernähren möchte, welche weiteren Lebensmittel darf ich dann essen, auf welche sollte ich verzichten?

Viele Lebensmittel enthalten FODMAP - das sind vergärbare (kurzkettige) Kohlenhydrate, die den Magen passieren und erst im Darm "verarbeitet" werden. Der Verarbeitungsprozess zieht Wasser in den Darm und verursacht zusätzliche Gasbildung, die wiederum Beschwerden wie "Völlegefühl", Bauchschmerzen, etc. auslöst.

Im Internet finden sich viele Tabellen, welche Lebensmittel in FODMAP-arm und -reich einteilen. Vergleicht man die Tabellen miteinander, so stellt man fest, dass diese für die gleichen Lebensmittel unterschiedliche Aussagen machen. Ein wesentlicher Grund ist, dass nicht jeder Verfasser FODMAP-Analysen für jeweilige Lebensmittel anstellt, da diese sehr teuer sind. So potenzieren sich Fehler: Selbst renommierte FODMAP-Diät-Autoren haben fehlerhafte Tabellen.

Ein weiterer Grund liegt in der Definition der "Portionsgröße" für Lebensmittel. Einige, die nur in kleinen Mengen verzehrt werden dürfen, spielen bei der Einteilung in FODMAP-reich oder -arm keine Rolle und werden unabhängig von ihrem FODMAP-Gehalt als unkritisch eingestuft. Das wiederum kann gravierende Konsequenzen haben: Rote Beete wird in Australien nur als dünne Scheibe auf einen Hamburger gelegt. In Deutschland liebt man Rote Beete aber z.B. als Salat oder als Suppe - also vergleichsweise "größere" Mengen. Wegen der geringen Verzehrmenge ist Rote Beete in Australien als "grün" eingestuft worden (sprich: Rote Beete darf gegessen werden). In Deutschland müsste die Einstufung wegen der großen Verzehrmenge korrekterweise "rot" sein (sollte bei FODMAP-Problemen nicht gegessen werden). Da die FODMAP-Autoren ihre Tabellen in Australien abschreiben, kursieren im Internet leider viele falsche Tabellen.

Die beste FODMAP-Tabelle für den europäischen Raum gibt es unseres Erachtens von der Schweizer Ernährungsberaterin Beatrice Schilling. Sie hat FODMAP in Europa als Erste publik gemacht und betreut Menschen, die unter Verdauungsproblemen leiden. Sie weiß daher aus der täglichen Praxis, welche Lebensmittel wie einzustufen sind.

Mehr Informationen zur FODMAP-Ernährung findest du auf ihrer Website - FODMAP Fakten

Wie wichtig ist "glutenfrei" für eine bessere Verträglichkeit?

Viele Nicht-Zöliakie-Betroffene sagen, dass es ihnen bei einer glutenfreien Ernährung besser geht. Da bei ihnen keine immunologische Reaktion auf Gluten erfolgt, muss die Ursache für das Unwohlsein in anderen Weizeninhaltsstoffen liegen, die aber kein Gluten sind. Zu den Hauptverdächtigen gehören die FODMAP als potenzielle Verursacher dieser negativen Reaktion.